Elementar verbunden in einer offenen Wirklichkeit

Aktuell: Neuerscheinung: „Soziale Verbundenheit“

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Zu diesem Blog:

Die Beiträge dieses Blogs bewegen sich zwischen zwei Spannungspolen unserer Zeit, zwischen dem Pol von moderner Gesellschaft, von Wissenschaft und Technik auf der einen Seite und dem Pol von Erfahrungen von elementarer Verbundenheit auf der anderen Seite. Wir orientieren uns im Alltag auf einem offenen Feld, das irgendwo dazwischen liegt, das Leben zeigt sich als ein Mischverhältnis von Verbundenheit und Distanz.

Unsere Kultur neigt dazu, die Seite der Distanz zu betonen und die Seite der Verbundenheit eher gering zu schätzen. Diese einseitige Betonung hat Folgen: Menschen werden dann zu sich selbst verwirklichenden Individuen in abstrakten gesellschaftlichen Systemen (Markt). In der Gesellschaft werden die Formen langfristiger sozialer Verbundenheit immer schwächer (Parteien, Gewerkschaften, Vereine, Kirchen). Darüber hinaus verengt sich unser Verhältnis zur Welt auf einen technisch-objektivierenden Zugang, auch in vielen Umwelt- und Klimadiskussionen. Unter diesen Voraussetzungen löst auch die Nachricht einer Verbundenheit mit Gott immer weniger Resonanz aus.

Die elementare Verbundenheit ist aber ein unauflöslicher Anteil unserer leiblichen Existenz. Sie zeigt sich in der sozialen Verbundenheit mit anderen Menschen, sie zeigt sich in  der Verbundenheit mit der Welt als der Umwelt, sie zeigt sich in der Verbundenheit mit Gott in dem von ihm zugesagten Bund. Die elementare Verbundenheit ist nicht trivial, sondern weist auf das Geheimnis der Welt. Dieses Geheimnis zeigt sich in der Nähe, nicht aus der Ferne. Der Chiasmus (X) deutet an, dass auch alles Gegenüber aus einer ursprünglichen Verschränkung, aus einer elementaren Verbundenheit stammt. Die Verbundenheit verhindert auch, dass wir uns einen vollständigen Überblick über die Wirklichkeit verschaffen können, unsere Wirklichkeitsbeschreibungen sind grundsätzlich offen.

Es geht also darum, die oft übersehene Dimension von Verbundenheit der menschlichen Existenz wieder in den Blick zu nehmen und neu zu entdecken. Vor diesem Hintergrund diskutieren die Beiträge des Blogs aktuelle gesellschaftspolitische, philosophische und religiöse Themen.

Zum Ansatz einer „offenen Wirklichkeit“

Zur Diskussion von sozialer Verbundenheit, von Gemeinschaft und Solidarität

Das Konzept der offenen Wirklichkeit ist in langjähriger Arbeit an der Evangelischen Akademie im Rheinland entstanden. Aktuelle Informationen und Hintergrundinformationen auch zu meiner Person finden sich hier: www.mensch-welt-gott.de.

Frank Vogelsang