Elementar verbunden in einer offenen Wirklichkeit

In diesem Blog versammeln sich Kommentare zu aktuellen politischen Ereignissen, zu kulturellen Debatten ebenso wie Besprechungen neuerer Buchveröffentlichungen und Diskussionen grundlegende technischer Entwicklungen wie der Digitalisierung oder der Energiewende. Der Begriff Verbundenheit kennzeichnet die Bedingungen unserer endlichen leiblichen Existenz: Wir sind der Welt gegenüber und zugleich in sie eingeflochten, mit der Umwelt und mit anderen Menschen elementar verbunden.

Die Verbundenheit hat eine eminent politische Dimension, aus ihr lassen sich Forderungen zu mehr Gerechtigkeit und Solidarität, zu mehr Nachhaltigkeit ableiten. Alle Beiträge des Blogs fragen, wie diese Bedingungen unserer leiblichen Existenz unter den Bedingungen moderner Gesellschaften möglich werden.

Die gegenwärtige wissenschaftlich-technische Gesellschaft bevorzugt Distanz und Differenz etwa in der wissenschaftlichen Objektivierung und sieht in der Verbundenheit eher eine subjektive Erfahrung. Diese Bevorzugung hat Folgen: Menschen erscheinen dann als sich selbst verwirklichende Individuen in abstrakten gesellschaftlichen Systemen (Märkte). Formen langfristiger sozialer Verbundenheit werden in der Gesellschaft immer schwächer (Parteien, Gewerkschaften, Vereine, Kirchen). Auch das Verhältnis zur Umwelt verengt sich oft auf einen technisch-objektivierenden Zugang.

Die elementare Verbundenheit ist aber weit mehr als eine subjektive Erfahrung, sie ist ein unauflöslicher Anteil unserer leiblichen Existenz. Wir stehen der Welt nicht gegenüber ( I I ), sondern sind elementar mit ihr verschränkt ( X, Chiasmus ). Verbundenheit und Distanz gehören zusammen, sind aber nicht gleich gewichtig, die Verbundenheit geht nicht nur lebensgeschichtlich voraus, von ihr lebt jede Individualisierung.

Die leibliche Verbundenheit mit der Wirklichkeit verhindert, dass wir uns einen vollständigen Überblick über die Wirklichkeit verschaffen können, unsere Wirklichkeitsbeschreibungen sind grundsätzlich unabgeschlossen: Zum Ansatz einer „offenen Wirklichkeit„.

Es geht darum, die vernachlässigte Dimension von Verbundenheit unserer leiblichen Existenz wieder in den Blick zu nehmen und neu zu entdecken, ohne die Errungenschaften der Moderne gering zu schätzen. Das ist eine zentrale Herausforderung unserer Kultur angesichts der Klimakrise und ihrer sozialen Folgen. Informationen zu Diskussionen im Rahmen der Evangelischen Akademie im Rheinland finden sich hier: Mensch-Welt-Gott.

Zur Diskussion von sozialer Verbundenheit, von Gemeinschaft und Solidarität.

Frank Vogelsang

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